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1938 wurden im Waldviertel 42 Dörfer geräumt und 7000 Menschen vertrieben, um Hitlers Truppenübungsplatz Allentsteig (damals noch „Truppenübungsplatz Döllersheim“) Platz zu machen. Auch dessen Großmutter Anna Maria Schickelgruber und sein Vater Alois stammen von hier.

Bis heute wird Allentsteig nicht nur vom österr. Bundesheer, sondern auch von anderen Heeren der EU genutzt, die auf dem überdimensionierten Gelände von Hitlers Gnaden Krieg spielen – ohne an Restitution zu denken. Vom NS-Regime hatten die Zwangsausgesiedelten damals nur eine äußerst knapp bemessene Entschädigung erhalten.

1957 stellte eine Historikerkommission im Auftrag der Österreichischen Bundesregierung fest, dass „Enteignungen zu militärischen Zwecken keine typisch nationalsozialistische Erwerbsart darstellen und daher auch nicht als Entziehung gewertet werden“. Alle 650 privaten Rückstellungsanträge wurden negativ beantwortet, nur der Stipendienstiftung Windhag und dem Stift Zwettl wurden Ablösen bezahlt und Gebiete restituiert.

„Diese Ungleichbehandlung ist völkerrechtswidrig. Ich möchte mit meinem Buch dazu beitragen, dass die Republik dieses schreiende Unrecht an den Nachfahren wieder gutmacht“ sagt Ilse Krumpöck.

Sehen Sie die Protagonistin des Buches „Das Nordlicht von Döllersheim“ Maria Geisberger und die Autorin Ilse Krumpöck auf YOUTUBE in einem Video von edition innsalz.